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Ein leichter Windstoß, das sanfte Rascheln von Stoff und der Duft frischer Wäsche – wenn du Wäsche draußen trocknest, ist das fast ein kleines Ritual. Eines, das dir, deinen Textilien und unserem Planeten guttut. Denn Wäsche draußen aufzuhängen, ist die schonende und umweltfreundliche Alternative zum Trockner. Schon Generationen vor dir haben ihre Wäsche in der Sonne trocknen lassen und in der Energiekrise finden immer mehr Menschen dahin zurück. Gut so, finden wir. Aber wir wissen auch, dass viele sich fragen:
Wenn du unsicher bist, wann Wäsche draußen trocknen eine gute Idee ist, dann lies einfach weiter. In diesem Blogbeitrag beantworten wir all diese Fragen anhand unserer Erfahrung und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Los geht’s.

Weil es einfach Sinn macht – auf allen Ebenen. Wenn du deine Wäsche im Freien trocknest, nutzt du die Kraft der Natur: Sonne, Wind und frische Luft. Und wirst dafür sogar belohnt:
Klingt gut? Finden wir auch. Aber ab wann kann man Wäsche eigentlich draußen aufhängen? Die Antwort gibt’s im nächsten Abschnitt.
Deine Wäsche draußen aufhängen kannst du Immer, wenn es trocken ist. Selbst im Winter kannst du Wäsche draußen trocknen. Luftfeuchtigkeit ist allerdings wichtig. Ist sie hoch? Kann die Luft die Feuchtigkeit deiner Wäsche nicht mehr aufnehmen. Sie trocknet also nicht. Frost dagegen ist kein Hindernis. Deine Wäsche gefriert erst und trocknet dann durch Sublimation. Das dauert, klappt aber zuverlässig, wenn die Luft trocken ist.
Besonders angenehm: Bettwäsche, Handtücher oder Baumwollkleidung trocknen draußen sehr gut und duften danach einfach herrlich. Für empfindlichere Materialien wie Seide empfehlen wir das Trocknen an der Luft drinnen.

Ja – und zwar besser, als viele denken. Wenn du deine Wäsche draußen trocknest bei 10 Grad, geht das zwar langsamer als an warmen Sommertagen, aber mit etwas Wind dauert es auch dann meist nur um die acht Stunden. Wichtiger als die Temperatur ist beim Wäsche draußen trocken die Luftfeuchtigkeit. Ist sie niedrig (unter 50 %), kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen – und deine Wäsche wird schön trocken.
In der Regel vier bis acht Stunden – vorausgesetzt, es ist trocken und die Luftfeuchtigkeit liegt unter 60 %. Wenn du Wäsche draußen trocknest bei 15 Grad, sind leichte Textilien wie dünne Blusen oft schon nach vier Stunden trocken. Dickere Textilien wie Bettwäsche oder Handtücher brauchen länger. Wind kann die Trocknungszeit zusätzlich verkürzen.
Kleiner Tipp: Hänge die Wäsche am besten vormittags auf – so nutzt du das volle Tageslicht und die wärmsten Stunden optimal aus. Und das Beste? Die Wäsche duftet danach herrlich frühlingsfrisch – ganz ohne Weichspüler.
Sonnenlicht wirkt Wunder: UV-Strahlen töten Keime und mildern Obst- oder Grasflecken. Früher hing man vor allem weiße Wäsche in die Sonne. Inzwischen sind ihre Strahlen aber auch in unseren Breitengraden so stark, dass sie empfindliche Textilien schädigen können. Deshalb gilt: Naturmaterialien wie Bio-Baumwolle, Leinen und TENCEL™ oder auch Seide besser im (Halb-)Schatten trocknen.
Wäsche nachts draußen zu trocknen, ist meist nicht zu empfehlen. Abends und vor allem nach Sonnenuntergang kühlt die Luft ab und kann dadurch weniger Feuchtigkeit speichern. Die Luftfeuchtigkeit steigt, oft entsteht sogar Tau. Statt zu trocknen, wird deine Wäsche nachts also feucht und klamm. Für ein frisches Ergebnis lieber tagsüber trocknen.

Sosehr wir das Trocknen an der frischen Luft auch gutheißen: Manchmal ist es besser, darauf zu verzichten. Zum Beispiel für alle, die an Allergien leiden – insbesondere, wenn in der Pollenzeit Blütenstaub durch die Luft weht und sich auf der Wäsche sammeln kann. Ist es sehr sonnig und/oder windig? Dann bleiben empfindliche Textilien wie Wolle, Seide oder Spitze besser drinnen. Wann Wäsche draußen trocknen gar nicht funktioniert? Wenn es neblig oder schwül ist oder nach Sonnenuntergang. Dann bleibt die Wäsche oft klamm – und das frische Gefühl leider aus. Regen ist natürlich auch ein Argument für das Trocknen drinnen.

Nachhaltig zu trocknen, ist also gar nicht schwer. Du kannst deine Wäsche an den meisten Tagen im Jahr problemlos im Freien trocknen. Ist es zu feucht oder zu sonnig? Weiche einfach nach drinnen aus. Regelmäßig frische Luft hereinzulassen, ist dann natürlich wichtig, um Schimmel zu vermeiden. Mehr erfährst du in unserem Blog Richtig Lüften: So geht‘s!